25. Dezember – Ysop

25. Dezember 2014 | von Eva in Allgemein

Jede Geburt ist eine Krise. Dazu passt der Ysop ganz gut. Die Botaniker nennen ihn „Hyssopus officinalis“ oder auch Josefskraut. Der Name des Halbstrauches aus der Familie der Lippenblütler bedeutet im Arabischen so viel wie „heiliges Kraut“ und fand bei Geburten Anwendung. Am Geburtstag Jesu feiern Christen, dass Gott sich von Anfang bis Ende auf den menschlichen Weg einlässt.
Soldaten halten dem sterbenden Jesus einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig hin, benetzen damit seine Lippen und beschleunigen so sein Sterben. Dann sagt Jesus im Blick auf sein Leben von der Krippe bis zum Kreuz: „Es ist vollbracht.“

Jetzt ist Weihnachten irgendwie fast vorbei, vollbracht, vorüber? Noch wird guter Wein getrunken, doch schon bald kehrt der Alltag ein. Eigentlich sind wir noch mittendrin, doch der 2. Feiertag morgen ist eher der Tag, an dem man dann noch die besucht, die man an den beiden vorherigen Tagen nicht geschafft hat. Die Geschenke lagen bislang noch ausgepackt unterm Weihnachtsbaum, jetzt wird damit begonnen, sie zu sortieren und schon mal die in eine Tüte zu packen, die morgen umgetauscht werden müssen. Aufräumen ist angesagt. Hoffentlich ist im Flaschencontainer um die Ecke noch Platz, denn nach den Feiertagen bringen doch alle schnell die Weinflaschen raus. Aufräumen, das gilt auch für uns. Bilanz ziehen, was denn nun der Advent gebracht hat.

HEUTE gilt es, noch einmal richtig zu feiern. Auf diesen Tag haben wir im Advent hin gelebt. Leben wir ihn mit Lebenslust und nicht schon dem Blick auf die kommenden Tage.

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