Erntedank 2016

22. Oktober 2016 | von Eva in Veranstaltungen - (0 Comments)

kaufmann-tell-21Die Lese ist beendet und wir sind sehr glücklich und zufrieden.

Dieses Jahr hat mit seinem sonnigen Spätsommer einen grandiosen Schlussakkord gesetzt, der die verrückten Wetterkapriolen des Frühjahrs und Sommers mit einem Happy End ausklingen lies.

Das wollen wir zusammen feiern! In Kaufmanns Weinladen:

Am Samstag und Sonntag, 29. und 30. Oktober 2016, von 11.00 – 19.00 Uhr.

Verkosten Sie die Weine unseres aktuellen Sortiments und lassen Sie sich von uns mit allerhand selbstgemachten Köstlichkeiten aus der Gutsküche verwöhnen.

Für diese kulinarischen und vinologischen Genüsse berechnen wir – sofern Sie noch nicht in unserer Kundendatenbank geführt werden – pro Person einen kleinen Obolus in Höhe von 20 Euro. Im Falle Ihres Weineinkaufs erstatten wir diesen selbstverständlich umgehend zurück.

Zur Erleichterung unserer Planungen bitten wir um kurze Voranmeldung unter e.raps@weingut-hans-lang.de

 

Hier gilt es, Schütze, deine Kunst zu zeigen!
…dichtete Schiller in seinem Wilhelm Tell. Wir möchten Ihnen die Gelegenheit geben ins Schwarze zu treffen und bieten Ihnen während unseres Erntedankfestes ein einstündiges Intensivtraining im Bogenschießen mit echten englischen Langbögen an. Wer danach einen Volltreffer erzielt, wird für seinen Meisterschuss mit einer Flasche Tell-Riesling belohnt.
Kosten: 20 Euro
Anmeldung zum Kurs bei Kai Teggemann:
kai@kais-rhine-valley.com

 

Weinleser-Romantik

7. Oktober 2016 | von Eva in Weingut - (0 Comments)
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Urbans Cousin Hubert aus der Schweiz

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Bernd Kratzer aus Wiesbaden und unser ehemaliger Auszubildender Steffen

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Bruno Ickert aus Augsburg

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… und seine Frau Nicole

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Brunos Bruder Reinhold

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Rumänen unter sich

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Rumänen und eine (einsame) Slowakin

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Valerie aus Erbach und Adam aus Israel. der die Sonne sichtlich genießt



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Gute Stimmung im Weinkeller

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Urbans nächtliches „Helferteam“ beim Abstechen des Weines.

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Die „Ausbeute“ des ersten Abends

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Nach der Lese auf die Pirsch….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Migranten in einer alteingesessenen Weinbau-Region war es in 2014 zunächst gar nicht einfach für uns, ein schlagkräftiges Erntehelferteam aufzustellen. Doch jetzt im dritten Jahr ist unser Netzwerk merklich größer geworden und so mussten wir sogar Hilfsangebote ausschlagen. Wichtig ist uns vor allen Dingen ein gutes Miteinander im Weinberg und eine positive Grundstimmung, in der Weise, dass man zum Beispiel am Abend nach der Rückkehr aus dem Weinberg gerne noch eine Flasche Wein gemeinsam trinkt. Da unser Stammteam in diesem Jahr ausschließlich aus Rumänien kommt (in 2015 waren Rumänen und Polen da), gibt es eine gute Verständigung untereinander, auch wenn die Rumänen kaum deutsch sprechen und manche Dinge über den Umweg der Italienischen Sprache geklärt werden müssen.

In dieser Woche sind zudem wieder unsere Freunde aus Bayern und der Schweiz angereist. Wir freuen uns immer schon auf diese Zeit, in der das große Haus mit Leben gefüllt ist und kein Abend zu Ende geht, ohne dass mindestens 5 Flaschen Wein geleert wurden….

Ernten oder Pokern…?

6. Oktober 2016 | von Eva in Allgemein - (0 Comments)

… heißt es in diesen Tagen. Die Trauben sind reif, aber sind sie wirklich richtig ausgereift? Ist da nicht noch was drin in den nächsten 14 Tagen? Wird das Wetter halten? Wird es noch mehr Sonne geben? Welche Auswirkungen hatte der Regen vom Wochenende auf die Konzentration der Trauben?

Aber alleine schon weil die Erntehelfer aus Rumänien und unsere Freunde aus Bayern und der Schweiz hier sind und beschäftigt werden wollen, geht es seit Dienstag wieder jeden Tag in den Weinberg zur Lese. Der Regen vom Wochenende hat tatsächlich dazu geführt, dass die Trauben Wasser aufgenommen haben. Angesichts der sehr geringen Erntemenge bei unseren Burgundern (3000 Liter/Hektar) freuen wir uns natürlich, wenn der Riesling eine bessere Ausbeute liefern wird. Aber mehr Wasser bedeutet auch einen kleinen Verlust der Konzentration und der Süße.

Dieses ständige sich fragen, was nun das Beste ist,  welcher Weinberg als nächstes gelesen wird und die Ungewissheit mit dem Wetter, das ist im Grunde die größte Anstrengung der Erntezeit. Der qualitätsorientierte Winzer ist immer fragend und unsicher, niemals zufrieden und will immer noch mehr herausholen.  Wenn wir uns mit Kollegen mit langjähriger Erfahrung unterhalten, stellen wir erleichtert fest, dass es ihnen genauso geht wie uns. Kein Jahr gleicht eben dem anderen und daher kann eine Maßnahme in einem Jahr gut und im nächsten gar nicht förderlich für die Qualität sein…

Also hat Urban entschieden, dass er seine Maßnahmen „diversifiziert“. So haben wir in einer Parzelle des Wisselbrunnens die schönste Traube pro Trieb hängen lassen und alle anderen Trauben gelesen. Jetzt haben wir bereits eine sichere Menge und Qualität im Keller und pokern nur mit einem kleineren Teil um die noch höhere Qualität. An einer anderen Parzelle des Wisselbrunnens wurden heute dann die Blätter in der Traubenzone entfernt, so dass die Sonnenstrahlen ihre maximale Wirkung auf die Trauben entfalten können.

Und egal wie die nächsten beiden Wochen weiter verlaufen werden, eines ist sicher. Die Qualität des Jahrgangs wird hervorragend sein und vielleicht sogar den 2015er noch übertreffen….

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Regenpause

30. September 2016 | von Eva in Allgemein | Weingut - (0 Comments)

Spätburgunder und Blanc de Noirs sind eingebracht. Heute war dann der Weißburgunder an der Reihe, aber als es am Nachmittag stärker zu regnen anfing mussten wir aufhören. Da auch morgen, am Samstag, Regen angesagt ist und am Montag hier in Hattenheim die große Wein-Genuss-Wanderung Natur stattfindet, wo wir auch einen Weinstand betreuen, mussten wir unsere Helfer für 3 Tage in die Pause schicken.

Die Reifewerte sind wunderbar und das Traubenmaterial ist kerngesund, insofern haben wir nicht allzu große Angst vor dem Regen. Aber trotz allem könnte es sein, dass die Beeren zu viel Wasser aufnehmen, dicker werden und sich dann gegenseitig abdrücken. Durch den auslaufenden süßen Saft entsteht dann Fäulnis. Wenn die Temperaturen dann noch hoch gehen, wäre das Chaos perfekt. Aber noch sind wir guter Dinge und viele Trauben hängen so lockerbeerig wie unten auf dem Bild, so dass die Gefahr der Fäulnis nicht allzu groß ist.trauben2016

Die Erntehelfer kommen

27. September 2016 | von Eva in Allgemein | Weingut - (0 Comments)

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Heute habe ich wieder mal die Bedeutung der „Babylonischen Sprachverwirrung“ und die Wirkung dieser göttlichen Strafe hautnah erlebt.

Wir haben dieses Jahr nämlich mittels drei verschiedener Kontakte Rumänische Erntehelfer angeheuert. 6 Helfer übernachten in Geisenheim, zwei Männer kommen bei unserer rumänischen Bekannten Valerie in Erbach unter und zwei Männer übernachten direkt bei uns im Haus.

Alle drei Partien waren angesagt, sich heute bei uns vorzustellen, weil wir morgen früh um 8.00 Uhr mit der Lese beginnen.

Als die ersten beiden Männer mit einem Bekannten, der sie mit seinem Auto von Rumänien hierher gebracht hat, zur Tür herein kamen, war ich irgendwie fest im Glauben, dass es sich die um die beiden Männer handelt, die in Erbach unterkommen. Ich habe dann auch mit Valerie telefoniert und uns angekündigt, aber aufgrund meines Irrglaubens und der mangelhaften bzw. nicht vorhandenen Deutschkenntnisse der Rumänen, kam es zu dem Missverständnis, das es „ihre Helfer“ seien. Plötzlich auf dem Weg nach Erbach, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass das die beiden Männer sein müssten, die bei uns im Haus unterkommen…. Ich bat Valerie, mein Versehen aufzuklären, aber sie hat einfach nicht verstanden….

Völlig entnervt nahm ich die Beiden (die sich sicher Ihren Teil zu mir gedacht haben…) zurück nach Hattenheim. Zum Glück erreichte ich dann auch deren Bekannte Joana, die in Deutschland lebt und perfekt deutsch spricht. Sie konnte alles aufklären. Und nachdem auch die anderen 6 Rumänen gegen 19.00 Uhr und eine Helferin aus Slowenien gegen 20.00 Uhr vorbei schauten, sind wir nun sicher und beruhigt, dass alle Helfer angekommen und ihren Schlafplatz gefunden haben.

Morgen geht es los!

Das Weinjahr 2016

24. September 2016 | von Eva in Allgemein | Weingut - (2 Comments)

 

 

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Unser 3. Weinjahrgang ist in Kürze reif zur Ernte. In vier Tagen werden wir mit der Lese beginnen und unsere Erntehelfer, die in diesem Jahr mehrheitlich aus Rumänien kommen, sind bestellt. Die Oechslewerte, also der Zuckergehalt der Trauben, sehen in der Hattenheimer Gemarkung schon sehr gut aus, (Urban meinte vor einer Woche sein Messgerät sei kaputt, da es permanent 90 Grad anzeigte) und mancher Winzer hat im Rheingau auch schon mit der Lese begonnen. Doch der Zuckerwert der Trauben alleine ist nicht ausschlaggebend für die Qualität, sondern die Beere muss reif sein. Und das heißt, dass die Farbe der Traube goldgelb sein sollte und die Farbe der Traubenkerne von grün nach bräunlicher wechselt. Wenn sich dann beim Verkosten der Beere, das Fruchtfleisch leicht von der Traubenschale und den Kernen lösen lässt, stehen im Normalfall auch die Säurewerte in einem ausgewogenen Verhältnis zur Süße des Mostes.

Das Weinjahr 2016 wird als ein extrem schwieriges Jahr in die Analen eingehen. Das feuchte Frühjahr mit heftigsten Regenfällen im Juni, hat dazu geführt, dass die Blätter der jungen Reben und später auch die Traubenansätze von dem Pilz Peronospora befallen wurden. Man nennt diese Pflanzenkrankheit auch den falschen Mehltau. Die Pflanzenschutzmittel im Biologischen Weinbau, schützen die Blätter durch eine Art Schutzfilm, der nicht in die Pflanze eindringt, und dadurch von starkem Regen immer wieder abgewaschen wurde. Dann ist die Rebe schutzlos den Sporen des Pilzes ausgeliefert. Der Pilz zerstört dann die Blätter und im schlimmsten Fall die Trauben, so dass in manchen Parzellen ein extremer Ertragsausfall zu verzeichnen ist. Insgesamt schätzen wir, dass wir ca 30% weniger Menge ernten werden. Das ist ziemlich viel, aber trotzdem sind wir im Vergleich zu vielen anderen Winzern, mit einem blauen Auge davon gekommen. Besonders aus Rheinhessen und der Pfalz hörten wir schon im Frühjahr Horrormeldungen von Totalausfällen in ganzen Weinbergen.

Aber nicht nur die Peronospora führte in diesem Jahr zu kleineren Erntemengen, auch eine Frostnacht im April und Hagelschäden im Juni sorgten für angespannte Nerven. Und als es dann endlich trocken wurde, verbrannte die Hitze im August einen Teil der Trauben. Wie die Haut nach einem langen Winter, waren die Beeren nicht an die Sonnenstrahlen gewöhnt, bekamen einen Sonnenbrand und trockneten ein. Auch hier traf es uns nicht ganz so hart wie manche Kollegen, denn die Traubenschalen sind durch den biologischen Anbau etwas robuster als im konventionellen Bereich.

All diese Extreme haben zwar zu einer niedrigeren Erntemenge geführt, aber die Qualität der noch vorhandenen Trauben sieht momentan noch hervorragend aus. Also hoffen und beten wir, dass der Wettergott sich für dieses Jahr genügend ausgetobt hat und wir bei vorwiegend sonnigem Herbstwetter eine kleine aber zumindest sehr feine Ernte einbringen dürfen.

Drücken Sie uns die Daumen und schauen Sie ab und an im Blog vorbei. Wir halten Sie auf dem Laufenden….