7. Dezember – Gerbstoff

7. Dezember 2014 | von Eva in Wein-Adventskalender von A-Z

Gerbstoffe in den Wein zu bringen – und zwar die richtigen und die guten – ist eine ganz eigene Wissenschaft für sich und Urban hat mit dem Jahrgang 2014 bei unseren Spätburgundern auch gleich eine ganze Reihe „Versuchstechniken“ angewendet… von der Halbierung der Trauben zur Ertragsreduzierung, hin zu Trockeneis beim Maischen, bis zur Temperatursteuerung bei der Gärung und schließlich der Lagerung in Barriquefässern unterschiedlicher Produzenten,….

…“des Bodens Natur ändert nicht Sonne noch Zeit“, aber des Menschen Hand und Wille kann doch einiges beeinflussen…  In diesem Fall dauert es bis zur Verkostung aussagekräftiger Ergebnisse jedoch noch mindestens bis Herbst 2016…

Das Foto, das eher Heidelbeeren als Weintrauben zeigt, hat – wie schon das Foto vom 4.Dezember vom Vega Sicilia Unico, der Weinblogger Ralf Kaiser gemacht. Es sind tatsächlich Weintrauben…

Der Gerbstoff ist das natürliche Konservierungsmittel des Weines. Er ist für eine längere Reifung unerlässlich. Der Gerbstoff hinterlässt einen herben und trockenen Geschmack. Allerdings ist dieser eher in Rotweinen erwünscht. Weißweine hingegen werden durch zu viel Gerbstoff bitter.

In der Adventszeit sind wir eingeladen, uns an unsere Konservierungsmittel zu erinnern. Was hält uns am Leben? Was lässt uns Krisen überstehen? Was glättet uns, macht uns erst genießbar? Bei diesen Überlegungen dürfen wir aber auch daran denken, dass nur etwas konserviert werden soll, was auch das Überdauern lohnt. Ungenießbares will man nicht erhalten. Von einem Essen, das uns nicht gemundet hat, frieren wir den Rest nicht für später ein.

Im Advent denken wir oft an andere Menschen. Wir spenden und kümmern uns, wir kaufen und wollen beschenken. Doch es geht auch darum, dass wir an uns denken, dass wir uns lagerfähig machen, bitteren Geschmack verlieren und genießbar sind und bleiben.

HEUTE bedenke ich, was an mir wertvoll ist.

 

Ich nutze die Vorbereitung des Beitrags immer um den tieferen Sinn hinter den Worten für mich zu erspüren und das was ich davon in mein Leben übertragen kann auch in eigene Worte zu fassen. Ich würde mich freuen und kann nur jedem dazu ermuntern, das auch zu tun. Dann nimmt man das Gelesene viel intensiver auf und plötzlich hat es wirklich eine Bedeutung für mein Leben. – und im Nebeneffekt könnt Ihr – durch einen Beitrag in den Kommentaren – Andere daran teilhaben lassen und damit erfreuen.

Jedenfalls fällt mir bei dem heutigen Vorsatz unten die kurze Unterhaltung mit Urban von heute ein, der mir von einem Seminar erzählt hat, in dem es um Stärken und Schwächen ging. Urbans Erkenntnis daraus war, dass es sinnvoller und effektiver ist, sich mit seinen Stärken (oder den Stärken der Mitarbeiter) auseinander zu setzen und diese zu fördern, als zu versuchen, die Schwächen zu minimieren. Man kann auch sagen: die Besinnung auf die Stärken, läßt uns über manche Schwäche hinwegsehen….

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