Entdecken Sie mit uns die Schönheiten Hattenheims.

CollageBrunnenweg

Diese Wanderung durch die Hattenheimer Gemarkung von ca. 1 Std (4 km), unterbrochen von einer oder mehreren Weinproben und auf Wunsch auch Vesper, bieten wir ab sofort allen interessierten Weinkunden an. Zu entdecken sind die Margarethenkapelle, das Dillmetz- und das Hasselkreuz, der Nuss-,  der Wissel-und der St. Urbansbrunnen, der Bildstock Mariä Krönung sowie ein schöner Aussichtspunkt mit einem kleinen Steintisch.

Sprechen Sie uns an!

Gruppenfotoklein

Die Premieren-Wandergruppe hatte jedenfalls schon mal ihren Spaß auf dem Brunnenweg…

Der Plan ist, Anfang Mai mit der Jahrgangspräsentation an Christi Himmelfahrt, „Kaufmanns Weinladen“ zu eröffnen. Ob wir das schaffen…???

Ob im Rohbau, oder im fertigen Laden, in jedem Fall werden wir vom 5.-8. Mai wieder eine „Prächtige Himmelfahrt“ feiern, die in diesem Jahr in die „Rheingauer Schlemmerwochen“ integriert ist. Täglich ab 12.00 Uhr werden wir unter dem Motto „Zwei die sich lieben“ die kulinarischen Spezialitäten unserer alten Heimat in der Schweiz und in Franken zu unseren Rheingauer Weinen servieren. Herzlich Willkommen!

Haus

Außenansicht vorher

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Außenansicht zur Zeit

AnsichtHaus

…und so soll es mal werden.

Probierzimmer

Innenansicht bis 2014

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Innenansicht bis 2016

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Innenansicht zur Zeit

Weinladeninnen

… und so sieht es ab Mai aus.

Die Neuen

15. Oktober 2015 | von Eva in Allgemein | Weingut - (0 Comments)

Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit und neues Leben blüht

Endlich ist es soweit! Wir haben eine eigene Linie ins Leben gerufen, den Kaufmann-Wein. In ihm bündeln wir unsere ganz persönlichen Ideale vom Riesling aus dem Rheingau: Klar, präzise und elegant soll sein Charakter sein. Alles was wir im Weinberg tun dient der Schärfung dieses Profils. Daher kommt der ökologischen Bewirtschaftung unserer Lagen eine herausragende Bedeutung zu.

Den Weg vom Weingut Hans Lang zu Kaufmann möchten wir zukünftig in kleinen, gut geplanten Schritten gehen. Um dieser Verwandlung auch äußerlich eine Gestalt zu geben, haben wir drei unserer Weine ein neues Kostüm auf den Leib geschneidert. Mit den ersten Weinen der Kaufmann-Linie möchten wir den neuen Stil unseres Hauses vorstellen.

Die Premiere feiern wir anlässlich unsere Erntedankfests am 24. und 25. Oktober…

Der Rheingau Riesling verbindet alle stilistischen Nuancen, die uns das Hattenheimer Kataster ermöglicht. Entsprechend finessenreich stellt sich dieser Wein dar: trocken, präzise und vielschichtig bring er seine feine Fruchtfracht mit einem kultiviertem Säurespiel zum Klingen. Auch ein guter Nachhall gehört bei ihm zum guten Ton.

Der Tell verdankt seine aromatische Dichte einigen der wichtigsten Parzellen in der Hattenheimer Gemarkung. Entsprechend verdichtet fällt sein Geschmacksbild aus. Unser Motiv für diesen Riesling ist es, seine Balance so anzulegen, dass er sich unter kulinarisch-gastronomischen Aspekten als ein Volltreffer am Tisch empfiehlt.

Der Wisselbrunnen repärsentiert, was wir unter einem Terroir-Wein verstehen. Hier vereint der Riesling alle Talente zu einem komplexen Wein, die ihm unsere beste Lage zu Füßen legt: Klarheit, Dynamik und Finesse. Eine Flasche Wisselbrunnen ist eine Klasse für sich, ein Grand Cru aus dem Rheingau.

 

Weinlese – Endspurt

14. Oktober 2015 | von Eva in Allgemein | Weingut - (0 Comments)

Mit dem Wetterbericht ist das so eine Sache. In der vergangenen Woche schien das Hochdruckgebiet so stabil, dass für diese gesamte Woche bestes Wetter vorhergesagt wurde. Herrliche Aussichten für die Trauben – ein paar Tage mehr zur vollkommenen Reife und keinerlei Fäulnisdruck in Sicht. Doch am Samstag, Sonntag gab es bereits erste Prognosen von Regenwolken ab Mittwoch. Und so kam es dann auch. Am Dienstag also die letzte Chance „unseren“ Wisselbrunnen zu lesen. Der optimale Zeitpunkt für dieses Erntejahr, denn selbst wenn es nur wenig Regen geben würde, so sind seit Montag die Temperaturen so extrem gefallen, dass sich am Reifezustand der Trauben auch nicht mehr viel ändern würde.

Wenigstens diesen einen Lesetag wollte ich selbst miterleben, die Früchte unserer Arbeit selbst ernten, denn auch in diesem Jahr waren Urban und ich regelmäßig am Abend und am Wochenende im Weinberg um die notwendigen Handarbeiten auf 33ar der Fläche im Wisselbrunnen mit eigener Hand zu erledigen.

Der Regen kam dann sogar noch früher als vorhergesagt bereits am Mittwoch, doch das kann uns jetzt die Stimmung nicht mehr allzu sehr trüben, denn die wichtigsten und besten Parzellen haben wir rechtzeitig in den Keller geholt, wo es jetzt richtig schön duftet und rauscht.

Nur unsere polnischen Erntehelfer sind nicht so glücklich, da sie nun schon wieder zwei Tage ohne Arbeit in ihrer Unterkunft im Rheinhessischen abwarten mußten. Dummerweise hatte das Regenradar für heute den ganzen Tag Regen gemeldet, so dass wir gleich morgens Bescheid gaben, dass nicht gelesen würde. Tatsächlich fing es aber erst am späten Nachmittag zu regnen an…

Ich sag ja, der Wetterbericht ist so eine Sache…  Und wann wir nun tatsächlich die letzte Fuhre heimbringen werden, ja das weiß nur der liebe Gott – dem wir jedoch so oder so dankbar sind, dass wir auch im zweiten Jahr unseres Winzerdaseins keine Naturkatastrophe erleben mußten und unter weitaus einfacheren Wetterbedingungen als 2014 einen noch viel besseren Jahrgang 2015 haben einfahren dürfen.

Von großen Mächten wunderbar geborgen…

Weinlese 2015 – Tag 10

9. Oktober 2015 | von Eva in Allgemein | Weingut - (0 Comments)

Jetzt sind wir mittendrin in der Lese und vielleicht auch schon bald am Ende. Das Wetter in dieser Woche fing unbeständig und mit etwas Regen an, wurde dann aber immer stabiler. Heute blitzte häufig die Sonne hinter den Wolken hervor.

Da nun schon ca. die Hälfte der Trauben im Keller sind, und die, die noch draußen hängen wunderbar gesund aussehen, ist die Anspannung nicht mehr ganz so groß. Wir sind sehr zufrieden mit den Werten der Trauben, auch wenn die Säure beim Riesling immer noch nicht auf „Normalniveau“ gesunken ist. Die Öchslegrade liegen nun durchweg zwischen 90 und 100, so dass wir eigentlich nicht mehr länger warten müssen. Wenn das Wetter mitspielt wird die Lese also Mitte bis Ende nächster Woche beendet sein. Bis auf… Na mal sehen, ob Urban versuchen wird sich seinen Traum vom Eiswein zu erfüllen. Es gab jedenfalls viele Spinnen im Herbst, und das ist nach einer alten Bauernregel ein gutes Zeichen für einen kommenden kalten Winter.

Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.“

Auffällig in diesem Jahr ist die ungleiche Reife der Trauben in einem Weinberg. Da gab es goldgelbe reife oder überreife und gleichzeitig grüne Trauben, manchmal selbst am gleichen Stock. Die Hitze und vor allem die Trockenheit haben dazu geführt, dass die Reben in eine Art „Sommerschlaf“ gefallen sind und die Trauben nicht mehr gleichmäßig versorgt haben. Daher mussten wir diese Woche in mehreren Weinbergen eine Vorlese machen, die dann separat von den noch hängenden Trauben gepreßt, vergoren und ausgebaut wird. Erst wenn der Wein fertig ist, wird darüber entschieden, ob die Partien wieder miteinander verschnitten werden um sich in ihren analytischen aber vor allen Dingen geschmacklichen Werten wieder zu ergänzen. Normalerweise liest man die reiferen und edelfaulen Trauben zuerst und läst die noch unreiferen hängen. Im Falle des Spätburgunders haben wir es aber umgekehrt gemacht. Hier wurden die unreiferen Trauben zuerst gelesen, denn diese werden zu Blanc de Noir verarbeitet und der darf ruhig etwas frischer und rassiger sein. Die reiferen Trauben wurden direkt im Anschluss für den Rotwein gelesen und der widerum braucht vollreifes, gesundes Lesegut.

Von grün bis rot, die Farben des Rieslings 2015

 

Mit unserer Erntemannschaft sind wir sehr zufrieden, wobei ich persönlich es sehr bedauere, dass man sich gar nicht austauschen kann, weil die Deutschkenntnisse der 11 Polen und 4 Rumänen – und unsere Polnisch- und Rumänischkenntnisse – äußerst bescheiden bis gar nicht vorhanden sind. Mit Händen und Füßen wird erklärt was zu tun ist, und das war es dann auch schon. Man könnte zwar auch sagen: ein Lächeln sagt mehr als 1000 Worte, aber wie bringt man 10 gestandene polnische Männer zum Lächeln, wenn man selbst ständig unter Anspannung steht? Gar nicht so einfach. Einzig, als ich zum dritten Mal am Abend anbot, ob sie Wurstsalat (den von Natur Pur übrig gebliebenen) mit nach Hause nehmen wollten (nachdem sie auch schon zwei Mal zum Mittagessen Wurstsalat gegessen haben) entstand eine amüsierte Stimmung, als Marcin heftig abwehrte… 🙂

 

Neues von der Rebveredelung

25. September 2015 | von Eva in Allgemein | Weingut - (0 Comments)

Bereits nach 3 Wochen hat sich der Erfolg der Aktion ja bereits abgezeichnet. Und die Hasen und Rehe haben den Futterplatz gottseidank nicht gefunden. Inzwischen gibt es Triebe, die über einen Meter lang sind und im nächsten Jahr werden diese bereits im Ertrag stehen.

Wie eine Armee verletzter Soldaten….mit Trauerflor…

Wie verletzte Soldaten stehen unsere Reben da, seitdem in der letzten Woche ein Heer von Südamerikaner über sie hergefallen ist. Und das auch noch in unserem Auftrag. Doch die Mission der Südamerikaner war friedlich und hieß „Umpfropfen“.

In einer Seitenlage des Hendelbergs, direkt angrenzend an den Steinberg, hatte Hans Lang vor ca. 15 Jahren Dornfelder angepflanzt. Wir haben keine Verwendung für diesen Wein (denn wir lieben Spätburgunder)  und trugen uns mit dem Gedanken die Rebstöcke auszuhacken. Da stieß Urban auf eine andere Möglichkeit, mit der man einen neue Rebsorte pflanzen kann, ohne auf die Kraft der Rebwurzeln der 15 jährigen Stöcke verzichten zu müssen.

So lagerten wir im Herbst die Ruten eines Weissburgunders ein und die Profis aus Südamerika schnitten die Augen dieser Ruten heraus und pflanzten sie in den Stamm der Dornfelderreben. Dazu braucht es eine spezielle Schnitttechnik mit eine Kerbe in den Stamm geschnitten wird. Das Auge des Weissburgunders wurde dann in diese Kerbe gelegt und mit einer Art Tapeband festgebunden.

Das geschah in der letzten Woche und wir warten jetzt darauf ob diese Weissburgunder Augen anwachsen. Wenn alles gut läuft ernten wir dann im nächsten Jahr schon den ersten Weissburgunder aus unserer Dornfelderanlage…

Spannend, diese Geschichte, oder?

Die eingelagerten Routen des Weissburgunder

Die Profis aus Südamerika

Das Auge des Weissburgunders wird in die Kerbe des Dornfelders gelegt.

Der Dornfelder erhält eine Fußbinde

Und übrigens, der Trauerflor, das sind Hagelschutznetze, die bereits zu Hans Langs Zeiten angebracht wurden.